Nach 11 Monaten

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Der Abschied

Und wieder geht ein weiterer Ausflug in die Linux Welt für mich zu Ende. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass es auch über die 11 Monate hinaus angedauert hätte.
Um es vorweg zu nehmen:

 

Es gab nichts was mit Linux Mint nicht funktioniert hätte. Das System lief fast ein Jahr rund, ohne irgendwelche Probleme technischer Art gemacht zu haben.
Warum also der Wechsel?

Office Programme

Ich bin schon seit langer Zeit ein grosser Freund von Softmaker Office. Dies gibt es erfreulicherweise auch für Linux.
Damit hatte ich keinerlei Probleme meine anfallenden Arbeiten zu erledigen.
Softmaker fühlt sich unter Linux übrigens genauso an wie unter Windows. Wenn ihr also in die ein oder andere Richtung wechseln möchtet, an Softmaker wird es nicht scheitern.

EMail Programme

Das für mich beste (absolut subjektiv) EMail Programm ist EMClient. Das gibt es leider nicht für Linux. Und da fing ein Teil meiner Unzufriedenheit an. Thunderbird war schon unter Windows nicht mein Freund, dies war unter Linux nicht anders.
Ein Kompromiss waren da KMail oder Evolution. Letzteres hatte ich dann unter Linux Mint am Start.
Aber auch Evolution kommt nicht an die Funktionalität und den Aufbau (auch das wieder subjektiv) von EMClient heran.
Da gab es mindestens 1-2 Mal am Tag den Gedanken: Mit EMClient wäre das einfacher gewesen.
Wenn ihr schon unter Windows mit Thunderbird zufrieden seid, unter Linux arbeitet Thunderbird identisch und ist auch von der Optik her gleich.

Grafikbearbeitung

Sicher kann man mit Inkscape, Gimp, Krita oder Scribus eine vernünftige Bildbearbeitung  oder Desktop-Publishing betreiben. Wer jedoch mit z.B. den Affinity Programmen gearbeitet hat, für den fühlt sich der Umstieg schon gewöhnungsbedürftig an. Zumindest war das bei mir der Fall, von Krita einmal abgesehen. Dies halte ich für eines der gelungensten Programme für die Bildbearbeitung.
So wirklich Spaß hat mir das Arbeiten mit Gimp und Co. (Ausnahme Krita) nicht wirklich gemacht.
Da stellt sich die Frage: Warum tue ich mir das an, wenn ich Lizenzen für die Windows Programme habe?


RAW Entwicklung

Jetzt kommen wir quasi zum "Hauptverantwortlichen" für meinen Schritt zurück zu Windows.
Unter Windows habe ich Darktable bereits gelegentlich genutzt, mein Hauptprogramm war jedoch ON1 Photo RAW, in welchem ich mich bereits seit vielen Jahren zuhause fühle.
Zu Darktable gab es für mich unter Linux aber keine (auch wieder subjektiv) keine wirkliche Alternative.
Von daher musste ich mich "gezwungenermassen" intensiver mit Darktable beschäftigen und habe damit für mich sehr gute Ergebnisse erzielt.
Nur an den Workflow konnte ich mich nie wirklich gewöhnen.
Ähnlich wie bei den Mailprogrammen zehrte immer wieder der Gedanke "mit Photo RAW" wäre das einfacher gewesen an mir.

 

Gaming

Hier hat sich mit Steam in den letzten Jahren unter Linux erstaunlich viel getan. Sehr viele Spiele laufen problemlos unter Linux. 
Was nicht funktionieren wird sind Spiele mit diesem Anti Cheat Schutz.
Beim Gaming habe ich ehrlich gesagt unter Linux nichts vermisst.

 

Fazit

Der Wechsel zurück hat daher eher mit meinen persönlichen Vorlieben zu, als das es funktionale Probleme gab.
Wenn ich nicht über die vielen Jahre auf einige Programme "festgenagelt" gewesen wäre, dann gäbe es für mich keinen Grund Windows zu nutzen. Ich würde da Linux immer den Vorzug geben.

Weitere Tipps zu Linux findest Du hier.

Zu diesem Artikel gibt es in Kürze ein Update!!!

Das angekündigte Update gibt es im Artikel:
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